Die Overlock-Nähmaschine verfügt gegenüber der Freiarm-Nähmaschine nicht über den sogenannten Freiarm und eignet sich daher nicht so gut zur Verarbeitung von schlauchähnlichen Stoffen. Diese Nähmaschine ist ideal für Näharbeiten mit elastischen Nähten, ausfransenden Stoffen, Pailletten und Perlen.

Mit der Overlock-Nähmaschine kann man in einem Schritt drei Aufgaben gleichzeitig durchführen: mehrere Lagen Stoff werden zusammengenäht, die Kanten werden abgeschnitten und gleich versäubert, damit der Stoff nicht ausfranst. Mit dem eingebauten Differentialtransport werden die Stofflagen oben und unten gleichmäßig und ohne verrutschen transportiert.

Typische Nähte einer Overlock-Maschine

4-fädige Naht mit integrierter Sicherheitsnaht:
Diese Naht ist auch bekannt als 4-Faden Überwendlich oder Verbundnaht und eignet sich gut zum Zusammennähen und gleichzeitigem Versäubern sämtlicher Materialien, besonders für grobe oder elastische Stoffe. Materialien sind z.B. Fleece, Bündchen, Jersey, Walk und Leder. Die Sicherheitsnaht entsteht automatisch durch den rechten Nadelfaden.

3-Faden Overlock:
Diese wird verwendet zur Versäuberung von vielen Materialien, aber auch zum Zusammennähen wenig beanspruchter Schließnähte, wie zum Beispiel bei Blusen, T-Shirts oder Hemden. Die Sicherheitsnaht fehlt in diesem Fall.

Doppelkettenstich (2 Fäden):
Der Doppelkettenstich findet Anwendung beim Zusammennähen von festen Materialien wie zum Beispiel Jeansstoffen oder Polsterbezügen.